Kevins Kolumne - Mein erstes Tor für den BVB
Das waren tolle Wochen für unseren BVB-Fan im Profikader. Kevin hat nun seine ersten beiden Spiele von Anfang an für den BVB bestritten. Und endlich sein erstes Tor geschossen. Hier erzählt euch Kevin, was direkt vor und nach dem 1:0 gegen Nürnberg in seinem Kopf vor ging und wie er die Atmosphäre im Stadion erlebt hat. Außerdem schreibt er über das Spiel in Hoffenheim und erklärt, was sich die Mannschaft für die letzten beiden Spiele des Jahres vorgenommen hat. Kevins Kolumne - hier schreibt der Profi.
"Hallo BVB-Fans,
Mir geht es gerade ziemlich gut. Das Spiel am Samstag war einmalig. Ein Traum ist in Erfüllung gegangen, als ich mein erstes Tor für den BVB geschossen habe. Das ging alles so schnell. Superpass von Sven Bender auf mich, ich hab den Ball einfach mitgenommen, gar nicht lange überlegt und die Kugel am Torwart vorbei geschoben. Und dann hab ich gesehen, dass er im Netz gezappelt hat. Danach war nur noch Freude pur angesagt. Ich hab erst überlegt, bis zur Südtribüne zu rennen und auf den Zaun zu steigen. Hab ich zum Glück nicht gemacht, denn dann hätte ich eine gelbe Karte gekriegt und drei Minuten später dann gelb-rot. Übrigens war das ein Supergefühl, als dann die Südtribüne auch noch „Wir sind alle Dortmunder Jungs“ angestimmt hat. Einmalig.
Nürnberg war auch ein guter Gegner für mein erstes Tor. Es waren ja genug Schalker im Stadion, so macht das Spaß. Und vor allem bin ich total froh darüber, so ein wichtiges Tor gemacht zu haben. Die Nürnberger haben einen guten Eindruck hinterlassen in den Spielen zuvor. Da war ein frühes Tor wichtig und danach ist der Knoten dann ja auch richtig geplatzt.
Aber schon das Spiel in Hoffenheim war sehr gut. Wir haben uns dort vorgenommen, dass jeder für den anderen kämpft. Und wir wollten auf jeden Fall auch in Hoffenheim gewinnen, zeigen, dass wir als Team gewachsen sind. Das hat uns der Trainer vor dem Spiel gesagt, dass wir hier auf Sieg gehen. Der Ausgleich kurz nach der Halbzeit war dann zwar ein Schock, da lief es bei uns fünf Minuten gar nicht mehr. Aber dann haben wir das Spiel ja wieder in den Griff gekriegt. Und dann auch das Siegtor gemacht. Zum Glück, denn als das Tor von Zidan abgepfiffen wurde, hab ich mich ziemlich geärgert. Und alle anderen auch, das kann ich euch sagen. Beim Gerangel am Schluss des Spiels hat man dann gesehen, dass wir ein Team sind. Als Roman Weidenfeller angegangen wurde, sind alle sofort dazwischen.
Jetzt wollen wir gegen Wolfsburg und Freiburg nachlegen. Das Selbstvertrauen ist auf jeden Fall gewachsen bei uns. Das merke ich auch selbst auf dem Platz. Bei Erfolgserlebnissen traut man sich einfach mehr zu und dann klappt auch mehr. Ich hab jetzt zweimal von Anfang an gespielt und zweimal gewonnen. So kann das bleiben.
Wir haben jetzt eine schöne Serie ohne Niederlage geschafft. Am besten bauen wir die noch aus mit zwei Siegen bis zur Winterpause, dann können wir schön den 100. Geburtstag des BVB feiern."
Schwatzgelbe Grüße,
Kevin
Aufgezeichnet von DvB, 09.12.2009
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