„Leuchte auf mein Stern Borussia“ – die Musikrevue zum Vereinsjubiläum
Jubiläumsturniere, Jubiläumskonzerte, Jubiläumsfeiern, Bücher zum 100-Jahre Jubiläum, – was da bisher noch fehlte, war eine Musikrevue über ein Jahrhundert Borussia Dortmund. Und diese Lücke ist jetzt geschlossen!
Am Samstag hatte die Revue „Leuchte auf mein Stern Borussia“ Premiere im Dortmunder Schauspielhaus. Am Sonntag gab es dann die zweite Vorstellung, der von Kabarettist und Ex-Stadionsprecher Bruno Knust (den meisten besser bekannt als Dortmund-Original „Günna“) inszenierten, mehr als 2 Stunden dauernden Show.
Natürlich an beiden Tagen eine gute Gelegenheit jede Menge BVB- und Lokalprominenz während der Aufführung und in der Pause zu sehen, aber wichtiger ist vor allem die Frage: „Lohnt sich die Eintrittskarte für die Revue? Die Antwort ist kurz und bündig: Ein klares „Ja“, oder „Jau“ wie Bruno Knust es zumindest auf der Bühne sagen würde! Ohne jetzt Werbung für Bruno Knusts neue Revue machen zu wollen, was auf der Bühne gezeigt wird, ist schon sehenswert – und das nicht nur für den hardcore-BVB-Fan!
Im Zeitraffer wird die 100-jährige BVB-Geschichte den Zuschauern präsentiert und das heißt - wie wir alle wissen -Höhepunkte mit Siegen und Titeln, aber auch Niederlagen, Krisen und die Beinahe-Insolvenz des Vereins: angefangen vom Auftritt des damaligen Fußballhassers Kaplan Dewald, der bis 1909 alles Mögliche versucht hat, um den Fußball aus Dortmund zu verbannen bis zum visionären Dortmunder Stadtpanorama in 2019, welches mit Borussia-Bank, Borussia-Theater und BVB-Versicherungen nur noch in schwarzgelb erstrahlt. Dazwischen jede Menge humorvolle Ansagen (…„der Meier hat uns ein bestelltes Feld hinterlassen, war wohl mehr ein Minenfeld…“) schöne Seitenhiebe auf den Gelsenkirchener Vorortverein und jede Menge vielseitige Gesangs- und Tanzeinlagen. Veränderungen die sich nicht nur bei Borussia, sondern auch im Wirtschaftsleben, Musik und Mode eingestellt haben, werden dabei nicht nur gekonnt, sondern auch kritisch und - wo angebracht – augenzwinkernd dokumentiert.
Höhepunkte sind sicherlich die Auftritte von Claus Dieter Clausnitzer (Tatort aus Münster) als Kaplan Dewald, Bruno Knust als schwarzgelber Elvis, ein gekonnter Niebaum- und Meier-Auftritt und die Borussia-Fassung von „You’ll never walk alone“ Überhaupt die Musik aus der Revue - das eine oder andere Lied könnte man vielleicht demnächst auch von der Südtribüne hören.
Und während ich das Ganze hier zu Ende schreibe, wird bei mir der Wunsch immer größer, mir die Borussia-Revue vielleicht doch noch mal zum zweiten Mal anzusehen…
Henry, 09.09.2009
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