Der Rostocker Spieltagsblog
Und der nächste, hart erkämpfte Sieg von unseren "Ost-Spezialisten" in schwatzgelb. Wichtige drei Punkte, die die Abstiegsplätze erstmal in weite Ferne rücken lassen. Zwar beileibe keine Glanzleistung, aber in wenigen Tagen fragt da niemand mehr nach. Immer öfter trübt aber das hirnlose Verhalten mancher auf den An- und Abfahrtswegen den Spaß am Spiel.
Hier eure Zuschriften:
Simon:
Kurz nach 13 Uhr am Bahnhof in der Heimat – wie immer warten wir auf die S-Bahn, die uns nach Dortmund bringen soll. Es sind mehr Leute unterwegs als sonst, die Zahl der Borussen hält sich allerdings in Grenzen. Doch drei jugendliche Experten, die in der Nähe warten, fallen besonders auf, was wohl zunächst mal an den fußballuntauglichen weißen Jacken und Mützen liegt. Während die Drei sich an die mitgebrachte Wodka-Flasche, die wohl als Proviant für die lange Anreise von maximal 30 Minuten dienen soll, machen, unterhalten sie sich auch über andere Vereine: „Ach ich fahr auch sonst oft nach Bochum, da im Stadion is auch geil, nur Bayern geht gar nich.“ „Früher war ich auch nur Bayern-Fan, aber dann einmal auf Süd und seitdem bin ich Dortmunder.“ Der einfahrende Zug verspricht eine baldige Erlösung, doch es sollte noch schlimmer kommen: Beim Einsteigen wählen wir bewusst einen anderen Wagen als die Weißmützen und kriegen so gerade noch mit, wie sie das U-Bahn-Lied anstimmen… Mit reichlich Scham für die eigenen Fans und der Hoffnung, keinen weiteren dieser geistigen Tieffliegern zu begegnen geht es Richtung Dortmund. Wie bei allen Heimspielen steigen wir schon in Barop aus, um mit der weniger ausgelasteten U42 zum Stadion zu fahren. Doch als weiter vor uns erneut Pläne für den Bau einer U-Bahn artikuliert werden, wird klar wer den gleichen Anreiseweg gewählt hat – na Klasse. In mir wächst der Mut, die Drei beim nächsten Mal auf ihr Liedgut anzusprechen aber die Gelegenheit ergibt sich nicht, denn der Wodka treibt sie ins Gebüsch. Wir gehen weiter und sind sie – so hoffen wir – endlich los. In der Halbzeitpause des Spiels drängen sich einige Personen an uns vorbei durch den Block und bleiben dann doch direkt vor unserer Nase stehen. Trotz mehrfacher Aufforderung weiterzugehen tun sie so, als wenn sie eine Person im unteren Teil des Blockes suchen würden und rühren sich nicht von der Stelle. Erst jetzt wird klar, wer sich da gerade unbeliebt macht – die Weißmützen sind wieder da.
Obwohl ich ziemlich genervt bin versuche ich ruhig zu bleiben. Ich mache ihnen klar, dass es doch das Beste für alle wäre, wenn sie sich einfach wieder dorthin begeben würden, wo sie die erste Halbzeit verfolgt haben. Doch ich ernte mehrfach nur (begleitet von einer Alkohol-Fahne – wo die wohl herkommt…) Drohungen, dass man ja auch nach draußen gehen und dort dann alles klären könne. Um die Situation nicht eskalieren zu lassen, arrangiere ich mich mit dem einzigen Nüchternen der Drei und kann so etwas auf Distanz gehen. Während der zweiten Halbzeit plant eine der Mützen noch telefonisch den weiteren Abend und ich sehe zu, dass ich nach dem Schlusspfiff schnell wegkomme. Eine gemeinsame Rückfahrt wäre dann doch zu viel des Guten gewesen…
Oliver:
Wuppertal - 11:30 trafen meine Freunde und ich uns am Wuppertaler Hauptbahnhof, um ganz gemütlich zum Heimspiel gegen Hansa Rostock zu fahren. Doch schon im Zug pöbelten einige Hansa-Fans rum und machten deutlich, dass sie die wahren Asis im Land sind. In Dortmund angekommen wollten wir noch schnell unser Bier leeren und uns dann auf den Weg ins Westfalenstadion machen. Wären da nicht die "Suptras Hansa" gewesen, welche ihrem Ruf mal wieder alle Ehre machten. Die Stimmung auf der Süd war ähnlich wie das Spiel: mittelmäßig bis schlecht. Daniel und Wolle gaben sich zwar alle Mühe doch so ganz wollte der Funke nicht rüberspringen. Aber soweit so gut 3 Punkte und gutes Wetter. Doch dann kam das, was ich seit dem Interview auf eurer Seite gefürchtet hatte. Wir stiegen in die U-Bahn und hatten schon ein komisches Gefühl und das lag nicht nur daran das wir ewig brauchten sondern auch da Hansa Fans unsere U-Bahn mehrmals anspuckten und einige einfach nicht leise sein konnten und weiter lauthals schreien mussten, was sie von Westdeutschland halten. Doch was dann kam war der Wahnsinn. Wir waren nach ganzen 20 Minuten Fahrt endlich am Remydamm angekommen und mussten alle raus. Warum? Weil irgendwer wieder meinte ganz hart sein zu müssen und eine Scheibe kurzer Hand eingetreten hat. KLASSE ! So machten wir uns also auf den Weg zu der U-Bahn Station an den Westfalenhallen, wo auch schon die Hansa Fans auf uns warteten. Was dann geschah, war echt das Letzte. Die Hansa Fans pöbelten und sangen nicht nur ihre Lieder, womit jeder leben kann, sie klauten Schals, brannten diese an und warfen sie auf uns, Sie griffen sogar Frauen und Kinder an und warfen mit allem was sie in die Hand bekamen. Warum so Fans sich frei bewegen können und nicht wie auch wir Dortmunder auswärts einfach direkt zum Bahnhof geschleust werden? Auch während dem peinlichen Auftritt der Hansa Fans hielt es kein Polizei-Team in ganz Dortmund für nötig einzugreifen. Allerdings wird einem direkt mit Stadionverbot gedroht, sobald man an den falschen Baum pisst. Ich denke hier sollte auf jeden Fall konsequenter gehandelt werden und auch die Idee U-Bahn Randalierern Stadionverbot zu erteilen finde ich gut. Solche Leute verderben einem da schon fast die geholten 3 Punkte.
Christian:
Ich machte mich gestern erst ganz spät auf dem Weg ins Stadion, so verpasste ich diesmal auch ein paar Minuten der Anfangszeit. Von verpassen kann man ja wahrscheinlich nicht reden, den auch die verbleibende Spielzeit war nicht wirklich etwas aufweckendes.
So konzentriere ich mich einfach auf das Geschehen nach dem Spiel. Bei dem ich sagen muß, dass die Rostocker Fans sehr unangenehm auffielen. Auf dem Weg zur U-Bahn konnte ich viele kleinere Gruppen von Fans, die ich den "Ultras Rostock" und der jüngeren (aber auch ein paar wenige ältere)
Hooligan Generation zurechne, ausmachen,die Wahllos Dortmunder Fans anpöbelten, schlugen und mit Bechern bewarfen. So traf ein Becher ein ca. 18 jähriges Mädchen von hinten an den Schädel, die ausser einer Bierdusche, glücklicherweise nichts weiter dadurch abbekam. Die ihr hinterher laufende
10 Mann starke Gruppe pöbelte auf dem Weg zur U Bahn weiterhin unter Augen der Polizei, wurde aber nach ein paar Minuten eingekesselt,woraufhin diese Fans erst einmal kurz gegen die Polizei los gingen,dann aber ruhig gestellt wurden.Der Ruf "Fußballfans sind keine Verbrecher" klang aus ihren Kehlen eher wie Hohn.
So ging ich meinen Weg weiter zur U-Bahn und beobachte immer wieder ähnliche Bilder. An der Haltestelle Westfalenstadion angekommen bepöbelten dann C-Fans der Rostocker Dortmunder Trikotträger,die an der Haltstelle standen.Alle die sich den Weg an der Gruppe vorbei suchten wurden dabei attackiert.
Wohlgemerkt aber immer nur optisch schwächere. So bekam ein Dortmunder Fan, vieleicht 18 Jahre alt, einen Schlag von einem von hinten kommenden Rostocker, voll von der Seite ins Gesicht und flog zu Boden.Wäre ich nicht als einziger in seiner Nähe befindlicher Dortmunder Fan dazwischen gegangen
und hätte den Täter nicht zu Boden gebracht, so hätte dieser seinen geraden angesetzten Tritt in den Dortmunder gesetz.Seine vier Kumpels wurden plötzlich ruhig, bis auf einem etwa 40 Jahre alten betrunkenen Rostocker, der noch versuchte mich anzugehen, dies aber glücklicherweise wohl aufgrund
seines Alkoholpegels nicht auf die Reihe bekam.Die Polizei kam nach einer halben Minute und trieb die Meute dann auseinander. Der Täter wurde von der Polizei direkt laufen gelassen, obwohl er hier schon den zweiten Fan feige von hinten umschlug. So blieb es dann auch nicht aus,dass sich der Täter mit
seinen Kumpels wieder vermeindlich schwächere Leute von hinten aussuchte und angriff. So geschehen am U-Bahn Aufgang aus Richtung Südtribühne auf Seite des Tennisplatzes. Hier wurde er und seine Gruppe dann allerdings von Dortmundern in die Flucht geschlagen. Die Polizei trieb nun die
Gewaltbereiten Rostocker Fans (ca. 30+ Leute) zusammen,kesselte sie ein und geleitete diese in die U-Bahn.
Fazit: Ich habe in Dortmund nie schlechteres Benehmen gesehen, wie von diesen vermeindlichen Rostocker Fans. Auf Wehrlose wurde eingeschlagen und Bierbecher fanden ständig neue Besitzer. Dabei wurde an einigen Stellen auch nicht vor Frauen halt gemacht.Eine U Bahn wurde demoliert.
Steffen:
Der Tag begann für uns um 9:30 auf dem Bahnhof in Vechta. Bis nach Bielefeld war es auch schon ein sehr schöner feuchter WET- Trip. Als wir dann aber in Bielefeld um 12:00 Uhr weiter nach Dortmund fahren wollten, hörten wir schon die Durchsage, dass der Zug mit Fußballfans überfüllt war. Wär aber auch kein Problem gewesen, wird die Partystimmung nur noch größer haben wir uns dann gedacht. Also haben wir gewartet bis er da ist, es sind auch die Türen aufgegangen und sofort fielen ein paar Polizisten aus dem Zug, aufgrund von Rostockern, die aus dem Zug wollten, um sich zu prügeln. Die bekam die Polizei nur mit Verstärkung unter Kontrolle. Um die rund 30 schwarzgelben zu „schützen“, trieben die Polizisten uns dann in einen Kreis zusammen. Dann schickten sie uns ans andere Ende des Bahnsteigs, wo noch weniger Polizisten waren, aber genau so viele Rostocker. Diese Beamten waren dann auch recht verwirrt und schickten uns runter, wo auch schon Bielefelder und Duisburger waren. Dort warteten wir dann auch auf den anderen Zug, in den wir einstiegen, gefolgt von Pöbeleien der Rostocker. Noch nicht ganz im Zug drin wird man von einem Mann im Anzug als Abschaum beschimpft. Ich verstehe ja manche Abneigung gegen Fußball hat, aber so ausdrücken kann auch nach hinten losgehen. Der Rest der Fahrt verlief nun auch normal, so dass wir gegen halb drei im Stadion waren. Darüber muss man auch nicht viel sagen. Dann stand auch die Rückfahrt an. Also ab zur U-Bahn, einsteigen und gemütlich zum HBF fahren, aber denkste nur. Es mussten ja wieder ein paar Rostocker randalieren, zogen nach ein paar Metern schon die Notbremse und zerschlugen ein Fenster. Also standen wir schon an der nächsten Haltestelle. Der U-Bahnfahrer durfte natürlich auch keine Aussagen machen, ob wir noch weiter fahren oder nicht, bis es dann hieß, alle Aussteigen, Ende im Gelände. Also gingen wir zu Fuß weiter, wie viele andere auch und es bildete sich ein kleinerer Mob in dessen Spitze mal wieder randaliert wurde. Nach einer Stunde Fußmarsch waren wir dann auch am HBF. Die Rückfahrt verlief dann bis auf eine Panne auf der letzten Station die 30 Minuten brauchte ohne Probleme.
Simon:
7:20 Uhr Abfahrt in Northeim Richtung Dortmund. Endlich mal wieder ein Sa-Heimspiel, wo man Zug anstatt Auto fahren kann. Der Tag begann damit, dass mein Kumpel und ich uns ein „wenig“ über den Kollegen aufregen mussten, der heute aus sehr seltsamen Gründen nicht mit dabei war und dem das erst Freitag Nachmittag einfiel, so dass man so kurzfristig auch ja niemand anderen fragen kann (hams zwar versucht, brachte aber nix). Außerdem fiel der 4. Mann wegen Arbeit aus..... schade eigentlich. Also zu zweit nach Dortmund. Auf der Hinfahrt gab es eigentlich keine nennenswerten Vorkommnisse...... wir haben nicht mal groß andere Fans getroffen. Waren sonst mehr um die Zeit unterwegs. In Dortmund angekommen passierte etwas was wir nie vergessen werden, wenngleich es total unwichtig ist... zum ersten mal in den 5 Jahren, die wir jetzt zu Heimspielen fahren, stiegen wir am Hauptbahnhof in eine falsche U-Bahn (U47 anstatt U45) natürlich bemerkten wir dies recht schnell. Also noch mal zurück bis Markgrafenstraße und von dort aus mit U45 zum Stadion. Zum Spiel selber brauch ich nicht viel sagen. Es war grottenschlecht, aber wir haben 3-Punkte und mit dem Abstiegskampf vorerst nicht mehr viel zu tun. Ist besser als toll zu spielen und 2:3 zu verlieren. Auch die Stimmung hätte besser sein können. Die Süd mühte sich zwar, aber wir können noch mehr!!! Bislang also ein guter, wenn auch recht langweiliger Tag, doch dies sollte sich bald ändern. Wegen der durch die Zerstörung der S-Bahn(en) verursachten Verspätungen mussten wir eine halbe Ewigkeit warten bis wir in Richtung Hauptbahnhof aufbrechen konnten. Unseren Zug verpassten wir natürlich und der nächste fuhr erst gegen 8 Uhr. Uns war klar, dass wir damit niemals rechtzeitig in Hannover sein würden, um den Anschlusszug nach hause zu bekommen. Wir sprachen den Bahnbeamten darauf an und hofften auf so viel Kulanz, dass man uns ICE fahren lassen würde (war halt unsre letzte Hoffnung). Das klappte natürlich, wie zu erwarten war, nicht. Stattdessen wurde uns gesagt, dass wir mit dem 8 Uhr Zug auch noch rechtzeitig in Hannover sein, da wir mit dem einen kürzeren Aufenthalt in Minden hätten. Uns wurde auch ein Fahrplan ausgedruckt und siehe da, laut Plan sollten wir tatsächlich um 22:50 in Hannover ankommen (23:30 Weiterfahrt). Man muss hierbei noch dazu erwähnen, dass der 23:30 Zug der letzte in unsere Richtung ist und der nächste erst wieder morgens um 6:30 fährt. Schon in Minden merkten wir allerdings, dass die auf dem Plan stehenden Zeiten vorne und hinten nicht stimmten, aber wir dachten immer noch wir würden den Zug kriegen. In Hannover angekommen gingen wir ohne Pause oder Umwege (trotz der Planmäßig 40 min Aufenthalt) direkt an Gleis 3 und wollten in dem Raucherbereich dort eine rauchen. Als mein Kollege auf die Uhr guckte fragte er mich wie spät es sei und sagte die Uhr dort gehe doch sicher (hoffentlich) falsch. Ich schaute auf mein Handy und musste bestätigen: 00:10 Uhr (fragt nicht warum wir nicht vorher auf die Uhr geschaut haben.... wir waren einfach beschäftigt und haben uns auf die Aussage der Bahn verlassen) also zum Bahnschalter und unsere Geschichte erzählt. Die Dame dort machte und freundlich darauf aufmerksam, dass das nicht ihr Problem sei und es ihr auch völlig egal wäre.
Ihre Kollegin bestätigte dies und man war so höflich, uns als Kompromiss anzubieten unser Wochenendticket bis 10 Uhr am So zu verlängern, damit wir den 6:30 Zug nehmen könnten ohne neu bezahlen zu müssen. Als ich darauf sehr sarkastisch reagierte war die gute extrem beleidigt. Natürlich hatten wir akut keinen Bock in Hannover zu übernachten (völlig unverständlich) und außerdem abends eigentlich noch was vor (ist ja auch unsre eigene Schuld, warum nehmen wir uns auch was vor). Ich fragte sie daraufhin, ob sie eine Idee hätte was wir bis 6:30 hier tun sollten sagte sie wieder dass es nicht ihr Problem sei und es ihr auch egal sei. Als ich dann etwas lauter wurde (nicht beleidigend oder so sondern nur lauter) sagten mir die netten Herrn der Bahnhofssicherheit ich hätte zwei Möglichkeiten. Mit verlängertem Ticktet morgen früh zu fahren oder das mit der Polizei auszudiskutieren. Grimmig und extrem sauer ließ ich das Ticket verlängern und wir machten erstmal dass wir dort wegkamen. Auf zu Burger King erstmal was Essen (ganz in Ruhe wir hatten ja Zeit). Als wir wieder am Bahnhof ankamen wollte ich noch draußen bleiben und eine rauchen. Mein Kollege wollte aber erstmal ins warme. Also ging er rein und ich blieb draußen. Dort traf ich auf einige Hansafans die unser Schicksal teilten (zu meinem bedauern gab es weit und breit nicht einen Dortmunder) also setzte ich mich zu ihnen wir unterhielten uns ganz nett, tauschten Erfahrungen aus, schimpften über die Bahn und redeten über das Spiel und die Stimmung. Nebenbei rauchten wir 2-3 Zigaretten und tranken auch so 2-3 Biere. Als ich mich so nach 20-30 min wunderte wo mein Kollege geblieben war, beschloss ich ihn zu suchen. Er saß auf einem Stuhl und war wohl eingenickt. Naja dachte ich...... stört ja niemanden und warm genug ist es hier auch. Ließ ihn liegen und ging zurück zu den Hansafans. Wir stellten uns aber jetzt so, dass ich ihn im Blick hatte (man weiß ja nie). Es dauerte auch nicht lange bis zwei Männer der Bahnhofssicherheit auf ich aufmerksam wurden (zu seinem Pech saß er genau unter einer Kamera) sie gingen auf ich zu und ich schnell rein und davor. Mit den Jungs diskutiert und die ließen auch echt mit sich reden und sagten dass sie nur mal nachsehen wollten. So zur Sicherheit. Glück gehabt dachte ich und hatte meine Rechnung dabei ohne die netten Herrn von der Polizei gemacht die genau in dem Moment vorbeigingen und mich fragten was hier los sei. Nach kurzer Diskussion sagte einer ich solle meinen Kumpel wach machen sonst tue er es. Ich also zu ihm hin und ihn vorsichtig wach gemacht. Er kam zu sich guckte mich an und fragte was los sei aber noch bevor ich was sagen konnte schrie der Polizist ihn an „aufstehen du Penner“. Als ich mich zu ihm umdrehte und im selben Ton antwortete, dass er gefälligst höflicher sein sollte, machten er und sein Kollege uns rund von wegen am Bahnhof schlafen und ob wir kein zu Hause hätten, dass sie so ein Pack wie uns nicht sehen wollten. Ich antwortete was der scheiß soll. Er sei ja nur kurz eingenickt weil er müde war und außerdem wäre die Dummheit und Unfähigkeit der Bahn ja nicht unsere Schuld, was wiederum die Bahnsicherheitsleute nicht gerne hörten. Mein Kollege war inzwischen auch wieder voll wach und gemeinsam stritten wir uns Lautstark mit den Polizisten und dem Sicherheitsdienst. Irgendwann wurde es uns zu blöd (ich glaube es war der Zeitpunkt als man uns vorschlug uns in die Bahnhofsmission zu setzten und uns als Zitat: „asozial“ bezeichnete) wir gingen einfach weg uns setzten uns oben an den Bahnsteig (auf unseren Zug warten..... kommt ja schon in 4 Stunden). Der Rest ist schnell erzählt. Wir überbrückten irgendwie die Zeit bis 6:30 und fuhren dann nach Hause, wo wir um 7:35 ankamen. Mein Kollege ist direkt mit dem Taxi nach Hause und ins Bett, ich wollte noch den Kollegen, der gestern wegen Arbeit ausgefallen war, aus dem Bett klingeln (wollt ich halt mal ärgern) mit ihm frühstücken und ihm erzählen was er so verpasst hat. Aber er machte mir einen Strich durch die Rechnung, indem er mich einfach nicht hören wollte. Also mit dem Bus nach Hause und ab ins Bett..... bis 23:00 Uhr abends ca. 9:00 war ich wieder da, 7:00 Uhr hatte ich das Haus verlassen. Macht 26 Stunden Tour für ein Heimspiel, persönlicher Rekord. Gegen Hoffenheim werde ich wohl wegen der Arbeit nicht kommen können, also sehe ich hoffentlich viele von euch dann in Bremen wenn wir sie zum 3. mal in dieser Saison schlagen. Also bis dann.
Spieltagsblog, 24.02.2008
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