Kommt nach Fisch jetzt Fleisch auf den Tisch?
(CHS) Nun hat sie uns wieder, die geliebte Bundesliga startet heute in die Rückrunde. Und nach dem erfolgreichen Start am Dienstag hofft man rund um die Westfalenmetropole, dass der Ausflug in die graue Stadt mit ihren putzigen, gestreiften Tierchen erfolgreich wird. Aber wie man unseren BVB kennt, ist die Wahrscheinlichkeit, dass dies klappen wird, sehr gering. Man erinnere sich nur an die Hinrunde, auch da startete man erfolgreich in die Pflichtspielsaison mit einem Sieg im DFB-Pokal. Im Anschluss wurde nur über die Höhe des Sieges spekuliert. Was kam am Ende heraus? Die Meidericher gewannen klar mit 1-3. Hoffentlich ist das kein böses Omen.
MSV Duisburg: Eine menge Enttäuschungen und der Einkaufswagen
Wo beginnt man bei den Duisburger? Mit dem Start in diese Saison, wo man nach dem Sieg gegen den
BVB
Tabellendritter war? Leider ging danach es fast senkrecht runter bis
auf den letzten Platz. Oder über den ehemaligen Torschützenkönig im
Dienste des MSV? Gerade mal 8 Spiele machte Ailton und erzielte gerade
mal ein Törchen. Dabei war man richtig stolz, den Brasilianer zu
verpflichten. Damals sagte Trainer Bommer: „Als Konterstürmer passe
Ailton, der unbedingt wieder in Deutschland spielen wollte, gut in das
Konzept des MSV. So positiv sieht er das jetzt nicht mehr, immerhin hat
er ihn wegen Urlaubsüberschreitung suspendiert.
Das Ziel vor Beginn der Saison war, das man die Nummer drei im Pott
werden wolle und endlich weg vom Image einer Fahrstuhlmannschaft.
Dieses Klassenziel kann man schon jetzt als gescheitert erklären. Und
die Verpflichtung des Weltmeister Roque Junior war bisher nicht gerade
von Erfolg gekrönt. Neben den Transferenttäuschungen hatten die Zebras
vor allem mit Verletzungen zu kämpfen. Zeitweise fielen bis zu 10
Spieler aus. Das konnte man einfach nicht kompensieren. Im Endeffekt
kamen da 13 Punkte zusammen.
Um davon mehr zu bekommen, haben die Duisburger richtig eingekauft. Mit
dem Argentinier Fernando Avalos und dem Franzosen Olivier Veigneau
wurde die Abwehr verstärkt, dafür ging Necat Aygün nach
Ingolstadt.
Auch im Mittelfeld gab es einen Tausch. Für den nach Katar gewechselten
Youssef Mokhtari holte man den Hannoveraner Silvio Schröter. Im Sturm
wechselte Mohammadou Idrissou nach Freiburg, während der MSV sich mit
dem Rumänen Claudiu Niculescu und dem Kroaten Bojan Vruxcina
verstärkte. Das größte Problem ist, dass alle sehr kurzfristig
verpflichtet worden sind, so dass die Mannschaft diese Spieler gar
nicht richtig kennt. Das könnte ein Vorteil für die Borussen sein.
Durch die Verletzung von Stammkeeper Tom Starke und dem wenig
überzeugenden Marcel Herzog zog die eigentliche Nummer drei Routinier
Sven Beuchert vor und wird gegen den BVB im Tor stehen. Voraussichtlich
kommt in der Innenverteidigung kein Neuzugang zum Einsatz. Die
Außenpositionen werden von Lamey und Willi besetzt, während die
Innenverteidigung aus Filipescu und Schlicke besteht. Im defensiven
Mittelfeld kommen Tararache und Grlic zum Einsatz. Neben Tiffert wird
wohl im offensiven Mittelfeld der Neuzugang Vrucina zum Einsatz kommen.
Im Sturm wird, weil der beste Torschütze der Duisburger (Manasseh
Ishiaku mit 5 Treffern) beim Afrika-Cup weilt, neben Lavric der
Neuzugang Niculescu spielen.
Nicht eingesetzt werden können neben den Afrika-Ausflügler und dem
gesplitterten Starke die im Aufbau befindlichen Meyer, Bodzek und Book.
Die große Frage ist, ob man die Negativserie im eigenen Stadion
unterbrechen kann und ob man aus diesen vielen Neuzugängen eine
funktionierende Mannschaft machen kann. Auf jedem Fall eine schwierige
Aufgabe für Bommer.
Borussia: Aufbruch in eine neuen Zeit oder doch wieder der alte Trott?
Dortmund im Viertelfinale des DFB-Pokals, wer hätte das gedacht. So ist es jetzt wieder in Dortmund
„himmelhochjauchzend“.
Aber bisher in der Saison dauerte es meist nicht lange, bis es dann
zurückgestuft wird auf „zu Tode betrübt“. So ist es nun einmal bei der
Sphinx BVB. Man kann einfach nicht vorhersagen, was diese Mannschaft
machen wird. Genug Selbstvertrauen sollte nun da sein, aber leider
trifft man nicht auf eine Mannschaft, die mitspielt. Der MSV Duisburg
wird sich hinten rein stellen und damit hat der BVB ja seine Probleme.
Aber kommen wir mal zur aktuellen Mannschaft. Neben den verletzten
Spieler Weidenfeller, Blaszczykowski, und Degen waren gestern auch noch
Petric, Kovac und Klimowicz angeschlagen. Während Kovac eine leichte
Erkältung hat und sein Einsatz zumindest fraglich ist, wurde Petric auf
Grund des Dienstagsspiel geschont. Beim Torschützen Klimowicz gab es
muskuläre Probleme.
Die Aufstellung dürfte ähnlich wie am Dienstag aussehen. Im Tor ist der
Pokalheld und ungeschlagene Pflichtspiel-Torhüter Ziegler. Zumindest
sollte er jetzt genug Selbstvertrauen haben, um weiterhin die Leistung
gegen Bremen zu bestätigen. Davor wird die Innenverteidigung Kovac und
Amedick spielen. Sollte Kovac wirklich ausfallen, ist zu befürchten,
dass Wörns wieder spielen wird. Die Außen werden von Dede und Rukavina,
der sein Ligadebüt gibt, besetzt. Das defensive Mittelfeld hat Kehl
gepachtet.
Erneut
werden die Halbpositionen von Kringe und Tinga übernommen und auch das
offensive Mittelfeld dürfte nach seinem Tor für Federico sicher sein.
Anders sieht es im Sturm aus. Da gibt es einmal den besten Stürmer, den
der BVB hat. An Petric gibt es zur Zeit kein Vorbeikommen. Auch
ziemlich sicher dürfte es sein, dass neben ihm Valdez spielt. Zwar
möchte Frei auch gerne spielen, aber bis er endlich hundertprozentig
fit ist, spielt er den Edeljoker. Vielleicht wird er ja gegen Duisburg
gezogen.
Es bleibt zu hoffen, dass die Mannschaft auf ihren Trainer hört. Dieser
fordert nämlich von seinen Mannen, dass konstanter gespielt wird. Vor
allem soll das Defensivverhalten verbessert werden, bekanntlich hat der
BVB in der Hinrunde nicht gerade die beste Abwehr gehabt. Es bleibt zu
hoffen, dass Zorc mit seinem Blick in die Mannschaft richtig liegt. Er
meinte nämlich gestern, dass sich der Charakter verbessert hat. Ob das
stimmt, wird man vielleicht morgen schon beobachten können.
Welche Arena hätten Sie denn gerne?
Die Arenarisierung macht selbst von einem grauen Verein wie MSV
Duisburg nicht halt. Zumindest haben sie ihren Namen noch nicht
verkauft wie andere Vereine (inclusive unserem). Gut, es geht also am
Samstag in die MSV-Arena. Dort darf man wohl ein nahezu ausverkauftes
Haus mit 30.700 Zuschauern erwarten. Bis Donnerstag waren 28.000 Karten
verkauft. Alle 3.200 Karten, die der BVB zu Verfügung gestellt bekommen
hat, wurden verkauft. Allerdings darf man davon ausgehen, dass
erheblich mehr BVB-Fans den Weg nach Duisburg gehen. Laut Schätzungen
dürfte die 10.000 erreichbar sein. Das wiederum erinnert aus die
„Auswärtsspiele“ 1992 und 1995. Daran sollte sich auch der BVB
erinnern, schließlich waren das die letzten beiden Auswärtssiege beim
MSV. Die Fanabteilung teilt mit, dass lediglich Trommel und kleine
Fahnen bis ein Meter Stocklänge erlaubt sind.
Der Rest ist verboten worden.
Zur Anreise gibt es folgende Anmerkungen (Gefunden auf der BVB-Fanabteilungsseite):
PKW: A 40 Richtung Venlo, dort
im Kreuz DU-Nord auf die A 59 Richtung Duisburg-Süd/Düsseldorf wechseln
und die Ausfahrt Wanheimerort/Wedau nehmen, das Stadion ist von dort
bereits zu sehen. Alternativ über A 40 und A 52 auf die A 3 bis zur
Ausfahrt DU-Wedau, rechts herum, Ampel geradeaus und vor dem kleinen
Tunnel links. Nicht bis zum Stadion durchfahren sondern am Besten
bereits nach ca. 500 Metern einen Parkplatz suchen, die
Parkplatzsituation direkt am Stadion ist leider auch in Duisburg nicht
die Beste!
Bahn: Am Besten mit der S1 bis
Haltestelle DU-Schlenk, dann ca. 15 Minuten Fußmarsch bis zur Arena,
die Ordnungsmacht riegelt leider sämtliche Abkürzungsmöglichkeiten
rigoros ab. Wer in neutralem Outfit unterwegs ist kann am Duisburger
HBF auch ans Ende des Bahnsteigs gehen und zur U-Bahn hinabsteigen.
Hier bringt einen die Linie U79 (Richtung Düsseldorf) zur Haltestelle
Grunewald, dann geht es kurz über die gegenüber liegende Straße und
durch den Tunnel, dann rechts, und nach ca. 300 Metern wieder links,
und schon steht ihr auf dem Stadionparkplatz. Bus geht übrigens auch,
Linie 934 bis zur Haltestelle Stadion/Wacholderstr. oder 923 bis
Stadion/Kruppstraße.
Die Bahn setzt am Samstag zwei Sonderzüge ein. Sie fahren am
Hauptbahnhof um 12.52 Uhr (Gleis 18) bzw. um 13.04 Uhr aus Gleis 11 ab.
Die Rückfahrt ab Duisburg-Schlenk: 18.05 Uhr bzw. 18.17 Uhr. Außerdem
fahren die normalen Regelzüge.
Duisburg ist kein gutes Pflaster
In Duisburg fanden bislang 25 Spiele statt. Davon gewannen die Borussen
nur sechs Partien. Immerhin 8 mal gab es eine Punkteteilung, aber 11
mal musste man ohne zählbaren Erfolg nach Hause fahren (39-45 Toren).
Dafür sieht die Gesamtstatistik wiederum sehr gut aus. 25 Siege, stehen
10
Unentschieden
und nur 13 Niederlagen entgegen. Leider war die letzte im Hinspiel, als
der MSV im Westfalenstadion mit 1-3 gewann. Diese Scharte kann nun der
BVB wieder weg machen. Den höchsten Sieg in Duisburg feierte übrigens
der BVB 1966 beim 5-1-Sieg. Im letzten Auswärtsspiel in Duisburg
trennte man sich mit 1-1. Torschütze zum 1-0 der Borussen war ein
gewisser Lars Ricken. Den Ausgleich 10 Minuten vor dem Ende erzielte
Kurth.
Bibber, Bibber, das Wetter in Duisburg
Um das Schneegestöber wird man wohl herumkommen, aber sicherlich sollte
man nicht mit Oberkörperfrei-Klamotten nach Duisburg reisen. Denn die
Höchsttemperatur wird die 5°C nicht übersteigen. Allerdings scheint die
Sonne während des Spiels und die Regenwahrscheinlichkeit liegt bei ca.
18%. Aber vorsichtig, es herrscht ein windiges Klima.
Und er Schiedsrichter der Partie heißt.....
Schiedsrichter der Partie ist Michael Kempter. Er wird überstützt von
den Assistenten assistiert von Tobias Welz und Thorsten Schiffner.
Vierter offizieller ist Sönke Glindemann
So wollen sie „spielen“:
Zebras aus Duisburg: Beuckert – Lamey, Schlicke, Filipescu, Willi – Tararache, Grlic – Tiffert, Vrucina – Niculescu, Lavric
Die Bananenbändiger aus Dortmund: Ziegler – Rukavina, Amedick, Kovac (Wörns), Dede – Kehl, Tinga, Kringe, Federico – Valdez, Petric (Klimowicz)
Die BVB-Bank: Bade – Brzenska, Wörns, Frei, Hummels, Kruska, Gordon, Buckley, Nöthe
CHS, 01.02.2008
Auch zu diesem Spiel sammeln wir wieder alles das, was es aus Eurer Sicht rund um das Spiel zu erzählen gibt.
Schreibt (bitte mit Namen und woher Ihr kommt) einfach Euren Text an blog@schwatzgelb.de. Als Betreff bitte "Spieltagsblog Duisburg 02.02.08.
Einsendeschluß ist Montag, 18.00 Uhr.
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